Schulprofil
Unser Schulprofil hat vier, ineinandergreifende Schwerpunkte:
Integration: Sprachförderung
Kooperation mit externen Partnern
Toleranz: Zusammen leben lernen, im Schulalltag und an besonderen Tagen
Talente und Begabungen erkennen und fördern
1. Integration setzt Sprachkenntnisse voraus
Die meisten unserer Schulkinder sind zweisprachig aufgewachsen und sprechen gut Deutsch. Andere sind erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen.
Es gibt verschiedene Angebote, um die Sprachkompetenz der Kinder zu fördern.
Vorkurs Deutsch
Im Vorkurs Deutsch, der in jeder Schulwoche 90 min dauert, werden Vorschul-Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache auf den Schuleintritt vorbereitet.
Sprachförderung
Für Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht gut verstehen und sprechen, gibt es die Deutsch-plus-Gruppe, d.h., dass sie 8 Stunden in der Woche aus der Klasse herausgenommen werden und Deutsch, z.T. Mathe in der kleinen Gruppe lernen. Musik, Kunst, Sport u.a. haben sie gemeinsam. Die Deutsch-plus-Gruppe wird für die erste und zweite Jahrgangsstufe angeboten.
Für die 3./4. Klasse gibt es Deutsch-Förderunterricht.
Lernangebote für leistungsstarke Kinder
Die Deutsch-PLUS-Klasse hat den positiven Nebeneffekt, dass auch in der übrigen Klasse weniger Kinder sind. So kann sich die Lehrerin gut um einzelne Schülerinnen und Schüler kümmern und auch leistungsstarken Kindern zusätzliche Lernangebote machen.
In jeder Klasse wird differenziert, es werden Aufgaben in verschiedenem Schwierigkeitsgrad angeboten.
Deutschklassen
In unserer Schule gibt es zwei Deutschklassen. Sie werden von Kindern besucht, die neu in Deutschland sind, aber in ihrem Heimatland schon in der Schule waren. Diese Einrichtung ermöglicht es den Kindern, Deutsch zu lernen und den Anschluss zu finden. Nach einem Jahr wechseln sie in die Regelklasse.
Sprachpraxis
Für die Deutschklassen gibt es die Sprach- und Lernpraxis. Herr Bartholomäus und Herr Böckler unterstützen die Kinder bei den Hausaufgaben.
2. Kooperation
Wir öffnen uns nach außen, knüpfen Kontakte, beteiligen uns an Aktionen, informieren uns, bringen uns bei Veranstaltungen ein und nehmen Unterstützung an. Unsere Schule ist eingebunden in ihren Stadtbezirk 2 - Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt mit seinen vielfältigen Institutionen.
Alle profitieren durch die enge Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, z.B.:
Frühstück von BrotZeit e.V.
Lesefüchse e.V.
Lesezeichen e.V.
Buntkicktgut
R&R Stiftung
Bunte Münchner Kindl
K.I.D.S.
Kindertafel-Glockenbach e.V.
Stiftung Wies‘n Wirte
SZ-Adventskalender
Sozialpädagogische Lernhilfe (SPLH)
Stadtbücherei in der Schießstättstraße
LMU Uni München
Polizeiinspektion 14
Bildungslokal Schwanthalerhöhe
Bezirksausschuss 2
siehe > Schule > Externe Partner3. Toleranz
Wir bemühen uns um eine freundliche, wertschätzende Atmosphäre.
Die „Goldene Regel“ heißt:
„Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst!“
Gegenseitiger Respekt ist die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben.
Wir sind aufgeschlossen und möchten miteinander und voneinander lernen, im Schulalltag, am Nachmittag und auch an besonderen Tagen.
Rituale und Brauchtum im Jahreskreis strukturieren die Tage, Wochen und das Jahr.
Es gibt immer wieder willkommene Anlässe für gemeinsame Aktionen, Feste und Feiern.
Siehe > Schulprofil > Besondere Tage
Die meisten Kinder in unserer Schule sind muslimisch oder christlich (katholisch, orthodox oder evangelisch). Nicht nur, aber besonders im Religions-, Islam- und Ethikunterricht kommen die Kinder über Religion ins Gespräch, erklären und tauschen sich aus.
Seit 2017 wird der Islamische Unterricht in deutscher Sprache angeboten.
Im Oktober und Juli feiern wir eine „Andacht für alle“, mit christlichen, muslimischen und Ethik-Kindern, z.B. im Juli 2023 zum Thema „Wir schützen die Umwelt“, im Oktober zum Thema „Die Goldene Regel“, mit Presse-Aktion.
In den vierten Klassen führen wir eine muslimisch-christliche Begegnung durch.
So helfen wir den Kindern, religiöse und weltanschauliche Toleranz zu entwickeln.
Siehe > Schulprofil > Werte-Erziehung
4. Talente fördern
Jedes Kind hat Begabungen und Talente. Wir möchten helfen, diese zu erkennen und den Kindern die Möglichkeit geben, sie zu entfalten. Das macht nicht nur Spaß, sondern die Erfolgserlebnisse sind für das Selbstvertrauen der Kinder besonders wichtig. Man kann sich in Kunst und Musik, bei Tanz und Rollenspielen ausdrücken, egal, welche Sprache man spricht. Auch beim Sport sind Anstrengung und Teamgeist wichtig, nicht die Herkunft – Das ist bei den Profis übrigens genauso wie bei uns. Das Beschäftigen mit Hobbys dient außerdem, nicht nur bei Kindern, der Abwechslung, der Erholung und dem Ausgleich.
Deshalb freuen wir uns, zusätzlich zum Unterricht Arbeitsgemeinschaften und Kurse anbieten zu können.
Siehe Schule > Nachmittagsangebote, Arbeitsgemeinschaften
Siehe Schulprofil > Kunst, Musik
Seihe Schulprofil > Sport
Schulmotto
Aus und mit dem Schulprofil entstand das Schulmotto:
"Wir sind eine besondere Brücke"
Dieses Motto findet sich auch in unserem Logo wieder: Der Schwan schwimmt unter einer bunten Brücke durch. Die verschiedenfarbigen Brückensteine stehen für die Vielfalt, denn jede und jeder ist anders, was unser Leben bunt macht und bereichert. Dazu kommt der Gedanke: Jeder einzelne Stein ist wichtig, damit die Brücke hält! Eine Brücke hilft uns, unseren Weg zu gehen und dabei auch Hindernisse zu überwinden. Und: Eine Brücke verbindet.
Eine Bemerkung am Rande: Der Schwan im Logo hat zugegebenermaßen nichts mit dem großen Bildhauer Ludwig Schwanthaler zu tun, der im 19. Jahrhundert die große Statue der Bavaria auf der Theresienhöhe geschaffen und der Schwanthalerstraße ihren Namen gegeben hat.
Eine Brücke zwischen Familie, Kindergarten, Grundschule und weiterführender Schule
Wir sind eine besondere Brücke zwischen Familie, Kindergarten, Grundschule und weiterführender Schule: Eine intensive Zusammenarbeit ist wichtig, um die Übergänge angenehm und reibungslos zu gestalten.
Der enge Kontakt mit den Eltern und unserem engagierten Elternbeirat liegt uns sehr am Herzen. Neben den vielen Kontakten, Sprechstunden und Elternabenden sind gemeinsame Veranstaltungen, wie Fasching und Sommerfest, beliebte Treffpunkte.
Die Kindergartenkinder besuchen ihre künftige Schule zum Schnuppertag.
Eine Brücke zwischen den Kindern
Die Erziehung zu respektvollem Umgang mit verschiedenen Begabungen, unterschiedlichen Kulturen und individuellen Besonderheiten prägt unser Schulleben, ebenso wie die Stärkung und Entwicklung sozialer Kompetenzen.
Wir praktizieren individuelle Förderung sowohl der leistungsstarken Kinder, als auch der Schülerinnen und Schüler, die noch Unterstützung brauchen.
Bei unserer Andacht 2021 zum Thema „Gemeinsam sind wir stark!“ hat die Ethik-Gruppe diese Geschichte in Szene gesetzt, passend zu unserem Schulmotto.
"Wir sind eine besondere Brücke"
Es war einmal eine Brücke, das war eine besondere Brücke. Sie stand in der Schwanthaler Schule, war sehr schön bunt, dabei fest gebaut und stabil.
Warum war die Brücke da? Was hatte sie zu bedeuten?
Wenn man von der Schwanthalerstraße zum Deutschen Museum will, braucht man eine Brücke, um über die Isar zu kommen: Eine Brücke verbindet.
Unsere Brücke verbindet den Kindergarten mit der Schule, die Kinder mit den Erwachsenen, verbindet Länder, Kulturen, Religionen miteinander.
Wenn man auf einer Straße geht, aber plötzlich ist da ein Fluss – dann braucht man eine Brücke, damit man weitergehen kann.
Unsere Brücke hilft, auf dem Weg durch die Schulzeit und durchs Leben Hindernisse zu überwinden.
Das besondere an der Brücke war, dass jeder Brückenstein anders aussah: Einer war größer, der andere kleiner, sie hatten verschiedene Farben – Es war eine bunte Mischung! Aber das Beste war, dass jeder sich wohl fühlte. Sie waren freundlich und hilfsbereit, sie lernten miteinander im Unterricht und spielten miteinander in den Pausen. Sie waren eine Gemeinschaft und hielten fest zusammen. Wenn Kinder über die Brücke gehen wollten, kamen sie sicher hinüber.
Doch eines Tages passierte etwas:
Der gelbe Brückenstein hatte einen schlechten Tag. Als der Hellgrüne ihn begrüßte, muffelte der Gelbe: „Lass mich in Ruhe!“. Der Hellgrüne war beleidigt. Er drehte sich weg, und stieß dabei versehentlich den Roten an. „Hey, pass doch auf, du Blödmann!“ schimpfte der Rote. Der Lilane sagte zum Blauen: „Also, Lila ist eine schöne Farbe! Im Gegensatz zu Blau!“. Der Orange zischte dem Grünen zu: „Hast du gehört? Der Gelbe hat eine 5 in Mathe, der ist wohl dumm!“ „Ich soll dir meinen Kleber leihen? Du hast doch nie einen dabei. Kauf dir endlich selber einen!“, so ließ der Rote den Hellblauen abblitzen. Daneben sagte der Weiße verächtlich zur Hautfarbe: „Du darfst nicht mitspielen! Ich bin weiß! Aber du hast die falsche Hautfarbe!“ „Der Blaue hat mich geschubst!“, beschwerte sich der Rote.
Und so weiter.
Es war schrecklich: Alle machten böse Gesichter; nichts als Beleidigungen, Gemeinheiten, Streit und Ärger!
Als Kinder über die Brücke gehen wollten, mussten sie feststellen: Die Brücke war kaputt! Man konnte nicht mehr hinüber gehen. Da stellten sie sich hin und riefen laut:
„Kinder! So geht das nicht! Wir wollen unsere schöne, besondere Brücke wiederhaben! Wir brauchen die Brücke! Bitte! Jeder Brückenstein ist wichtig! Haltet zusammen! Seid wieder eine Gemeinschaft! Das ist doch für jeden viel besser!“
„Vorher war es wirklich schöner“, seufzte der Gelbe. „Mhm“, knurrte der Rote, „da haben sie schon recht: So sind wir nur ein Haufen Steine, der niemandem nutzt.“ „Okay, ich mache auch mit“, stimmte der Grüne zu, und der Lilane murmelte: „Entschuldigung: Blau ist auch sehr schön.“ „Die Hautfarbe ist erstens verschieden, und zweitens nicht wichtig“, meinte der Hellgrüne.
Da rückten die Brückensteine zusammen und waren wieder die schöne, besondere Brücke der Schwanthaler Schule.
Und wenn sie nicht gestritten haben, dann steht sie da noch heute.